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Block 1 – Wer verarscht hier eigentlich wen?

, 19. Februar 2019

Von Michael Vollmer

Ein äußerst subjektiver „Bericht“ eines Outsiders vom Treffen des Initiativkreises am Montag, 18. Februar, in der Paulus-Gemeinde.

Die Stadtverwaltung die Politik in Rat und Ausschüssen? Der Antragsteller, die GWG in Person des Geschäftsführers Rehrmann, die Stadtverwaltung und die aktive Bürgerschaft im betroffenen Stadtteil Wehringhausen? Die wiederum sich vielleicht sogar selber? Die antragstellenden Fraktionen in Rat und Ausschüssen die Gebäude- und Wohnungswirtschaft? Die Genossenschaft ihre Genossen?

Wer verarscht hier wen?

Wenn man das so einfach rauskriegen könnte!

Und ganz nebenbei erfährt der um einfache Informationen bemühte Stadtteilbürger von betroffenen Anwohnern am gestrigen Dienstagabend in der Paulus-Gemeinde, dass die GWG gänzlich gegen angebliche anderweitige Zusagen begonnen hat, die Grüngestaltung im großen gemeinsamen Hinterhof des Block 1 zu „zerschreddern“…

Dem gestern Abend einladenden Initiativkreis ging es aber bei dem Treffen wohl einfach nur noch einmal darum, auf die am kommenden Donnerstag im Rat abstimmende Politik einzuwirken, damit diese nicht dem vereinfachten Verfahren nach § 34 Bauordnung zustimmt.

Einfach und verständlich erklärte das den Anwesenden der frühere Hagener Baudezernent Johan Diekmann, der wohl in engagierter Weise den Wehringhauser Initiativkreis berät: Mit der mehrheitlichen Ablehnung des von SPD und Linken gemeinsam gestellten Antrags auf Durchführung des Verfahrens nach geordnetem Bebauungsplanverfahren und Annahme des Verfahrens nach § 34 wäre, so Diekmann, jede weitere Form von Bürgerbeteiligung in Sachen Block 1 gegessen und erledigt.

Dem Initiativkreis scheint es in der Sache demnach um zweierlei zu gehen: Mit Hilfe von Experten soll nach anderen Planungsmöglichkeiten als dem totalen Abriss gesucht werden und andererseits soll die in Wehringhausen so positiv begonnene zivilgesellschaftliche Beteiligung nicht durch vordergründige Entscheidungen in profitorientiertem, privatwirtschaftlichem Interesse durch den Abriss jäh unterbrochen werden. Zumal die Beschreibungen und Absichtserklärungen im Handlungsrahmenkonzept zu Wehringhausen seit 2008 in total andere Richtung liefen.

Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen CDU, Hagen aktiv und Die Grünen – die FDP war nicht da – hielten sich bedeckt. Man könne zu einer möglichen Entscheidung im Rat am Donnerstag nicht viel sagen, alldieweil die Fraktionen just zu gleicher Zeit in angestrengter Beratung säßen. Lediglich Melanie Purps (CDU) verstieg sich zu dem aberwitzigen Vergleich der GWG-Entscheidung über 130 Wohneinheiten mit dem Ausbau des Dachbodens in ihrem privaten Haus am Buschey.

Am Abend des kommenden Donnerstags wissen wir mehr und haben jedenfalls die sichere Aussicht auf viele weitere Meetings – so oder so.




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