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Hilfsbereitschaft und Nachhaltigkeit: Die Wehringhauser Woche

, 27. März 2020

Hallo liebe Menschen im Viertel oder sonstwo,

seit zwei Wochen leben wir nun schon mit stetig zunehmenden Einschränkungen im Alltag. Zunächst mussten Schulen und Kitas schließen, vor neun Tagen dann die meisten Geschäfte. Und seit Montag gilt jetzt ein weitgehendes Kontaktverbot: Nicht mehr als zwei Personen (außer sie leben im selben Haushalt) dürfen sich draußen gemeinsam aufhalten, zu allen anderen soll ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Bei Verstößen drohen saftige Geldbußen. Restaurants haben ebenfalls geschlossen, der Lieferservice bringt die Pizza mittlerweile mit Schutzmaske und stellt sie „kontaktlos“ vor der Tür ab, an den Supermärkten reguliert Security die Personenanzahl und desinfiziert Einkaufswägen.

Und all diese Maßnahmen sind dringend nötig: In einigen unserer Nachbarländer sind die Infektionszahlen in die Höhe geschnellt, täglich sterben hunderte Menschen, die Gesundheitssysteme stehen kurz vor dem Kollaps. Auch in Hagen sind mittlerweile zwei Einwohner an der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 gestorben. Von einer Entspannung kann also keine Rede sein, da sind sich alle seriösen Expert*innen einige.

Dennoch lassen sich die Menschen in unserer Stadt und natürlich besonders in unserem Viertel nicht unterkriegen und dieser Newsletter steckt voll mit positiven Nachrichten, die mich hoffen lassen, dass wir diese Krise vielleicht sogar gestärkt in unserer Mitmenschlichkeit hinter uns lassen werden.


Am Cinestar können seit gestern Spenden für Obdachlose an der Spendenwand abgestellt werden. (Foto: Privat)

Während zwar einige wenige noch immer Jahresvorräte Klopapier und Mehl horten, zeigen viele Hagener*innen in diesen Tagen Großherzigkeit, Hilfsbereitschaft und Solidarität.

Einige Beispiele: Das Theater, der Werkhof, Schneidereien und Privatmenschen nähen Schutzmasken und sammeln Süßigkeiten für Pflegekräfte. Die Brennerei Eversbusch hat eine große Menge Rohalkohol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln gespendet. Hobbyimker stiften ihre Schutzkleidung an Pflegeeinrichtungen. Am Cinestar wurde eine Spendenwand für Obdachlose eingerichtet und der Grüne Stern Wehringhausen bietet einen Einkaufsservice für unser Viertel an.

Danke!


Wichtige Telefonnummern

Feuerwehr/Rettungsdienst
112

Hausärztlicher Notdienst
116 117

Corona-Hotline der Stadt Hagen
02331 2 07 50 00

Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche
116 111

Elterntelefon und Beratung
0800 11 10 55 0

Hilfetelefon für Schwangere in Not
0800 40 40 020

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
0800 0 116 016

Einkaufshilfe vom Grünen Stern Wehringhausen
0173 9 33 31 78


Kurzfilmserie „Nachhaltiges Hagen“ ab Dienstag auf wehringhausen.org

(Scrrenshot: Björn Leste)

Zuhause bleiben bedeutet nicht, dass wir zur Untätigkeit verbannt sind. Denn während wir derzeit auf den Straßen Abstand halten müssen, rücken wir im Digitalen enger zusammen.

Dass es auch in und natürlich nach der „Corona-Krise“ viele Möglichkeiten gibt, sich für ein nachhaltiges Leben einzusetzen, wollen Hatopia daher Ende April bei einem Digitalkongress zeigen und diskutieren.

Zur Vorbereitung auf diesen Kongress gibt es drei von Sommer bis Ende 2019 von Hatopia und Björn Leste (Talklang Studio) produzierte Kurzfilme rund um das Thema Nachhaltigkeit in Hagen, deren Premiere eigentlich im Kino Babylon stattfinden sollte – aber nun feiern wir sie stattdessen auf wehringhausen.org.

Den ersten Teil „Eco City /// Life“ gibt es kommenden Dienstag, 31. März, online zu sehen. Darin werden die vielleicht wichtigsten und oft gestellten Fragen beantwortet: Was ist dieses Hatopia eigentlich? Und sowieso – Hagen und nachhaltig, passt das überhaupt zusammen?

Die Antworten geben in knapp 20 Minuten verschiedene Menschen aus Hagen – junge Aktivist*innen wie auch solche, die sich teilweise schon seit vielen Jahren rund um das Thema Nachhaltigkeit engagieren. Im ersten Teil dabei sind Roman (Hatopia), Inge Ehlers (AllerWeltHaus), Johannes Müller (Onkel Jo sein Laden), Frauke Bobber und Ulrike Patzkies (No.2 Second Hand), Joy Flamme (Musiker), das Team vom Repair-Café, Tabea Dölker und Silvia von Loosen (Foodsharing Hagen), Laura Kiwitz und Lucas Wermeier (Fridays for Future), Natalie Potulski (089magazin) sowie Maik Schumacher (QM Wehringhausen).

„Nachhaltiges Hagen, Teil 1: Eco City /// Life“ könnt ihr ab Dienstag, 31. März 2020, um 8 Uhr auf wehringhausen.org anschauen. Die weiteren Folgen erscheinen am 7. April zu nachhaltiger Mobilität in Hagen sowie am 14. April zu nachhaltigem Wirtschaften.

Und wenn ihr noch einmal an die Veröffentlichung erinnert werden möchtet, dann folgt mir doch auf Twitter, lasst bei Facebook ein „Gefällt mir“ da oder abonniert meinen Telegram-Kanal.


Lieder gegen den Kummer

Die Welt draußen wird immer bekloppter – und ernster. Um die Apokalypse im Kopf ein wenig zu bremsen, postet Michael „Zargie“ Zargus seit einer Woche jeden Tag einen positiven Song auf Facebook.

Diese Songs könnt ihr jetzt auch als Playlist bei Spotify und bei Youtube abonnieren. Denn mit Musik geht bekanntlich alles besser.


Die Entwicklung verläuft derzeit so rasant, ihr zu folgen ist kaum noch möglich. Für die wichtigsten aktuellen Infos aus dem Viertel und Hagen sei aber an dieser Stelle noch einmal auf die Wehringhausen-Kanäle bei Twitter, Facebook und imMessenger Telegram verwiesen.

Bleibt gesund!


P.S.: Falls ihr eure Hagener Lieblingsläden unterstützen möchtet, dann schaut doch mal, ob sie auf hagenliefert.de gelistet sind – viele Restaurants und Einzelhändler*innen bringen euch ihre Produkte direkt an die Wohnungstür.

Und noch eine Bitte in eigener Sache: Falls dir der regelmäßige Newsletter und die allgemeine Arbeit an wehringhausen.org gefallen, dann hilf mir doch, die laufenden Kosten zu decken oder spendier mir zur Arbeit Kaffee und Pizza – ganz einfach über Paypal, Patreon oder per Banküberweisung (Kontodaten sende ich gerne per Mail zu).


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Autor_in:
Jan Eckhoff ist verantwortlicher Redakteur von wehringhausen.org und arbeitet auch sonst mit Texten, Bildern und Internetseiten. Er lebt schon fast sein gesamtes Leben in Wehringhausen.