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Ab 17.8. wieder normaler Kitabetrieb – auch mit Rotznase

, 28. Juli 2020
Eingang einer Kita mit Abstandsmarkierungen
Auch wenn die Kitas ab 17.8. wieder normal öffnen, gelten weiterhin Hygiene- und Abstandsregeln. (Foto: Jan Eckhoff)

Ab dem 17. August 2020 kehren die Kindertagesstätten und die Kindertagespflege in Nordrhein-Westfalen wieder zum Regelbetrieb zurück.

Das verkündete Dr. Joachim Stamp (FDP) am heutigen Dienstag in einer Pressekonferenz. Stamp ist Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in NRW. Da seit der eingeschränkten Kita-Öffnung im Juni keine größeren Corona-Infektionen von Kitas ausgegangen sind, sei die komplette Öffnung nun wieder möglich, so Joachim Stamp.

Wann muss das Kind zu Hause bleiben?

Für Verunsicherung bei Erzieher:innen und Eltern sorgen derzeit die Regelungen, wann und mit welchen Krankheitssymptomen Kinder die Kita nicht mehr besuchen dürfen. Vielfach werden Kinder schon mit einer unbedenklichen „Rotznase“ nach Hause geschickt.

Hier soll nun eine neue Regelung Sicherheit schaffen: Hat ein Kind Fieber oder Husten, muss es wie bislang auch so lange zu Hause bleiben, bis es zwei Tage keine Symptome mehr gehabt hat. Hat das Kind jedoch „nur“ einen Schnupfen, soll es 24 Stunden zu Hause beobachtet werden. Kommen in dieser Zeit keine weiteren Symptome wie Husten oder Fieber dazu, darf das Kind in die Kita – auch ohne ärztliches Attest.

Joachim Stamp am Rednerpult, daneben eine Gebärdensprachenübersetzerin.
Dr. Joachim Stamp stellte die Neuregelungen vor. (Screenshot: Jan Eckhoff)

Mehr Geld für die Kitas

Für Erwachsene (Erzieher:innen, Eltern bei der Abholung) gelten in den Einrichtungen der Kindertagespflege weiterhin strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Damit diese den Kita-Alltag nicht zu sehr stören und die Träger finanziell belasten, stellt das Land NRW bis Ende des Jahres 105 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen vor allem Hilfskräfte angestellt werden, damit das pädagogische Personal sich besser um die Kinder kümmern kann.

Außerdem erhalten die Kitas durch eine Anpassung des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) ab 1. August in NRW grundsätzlich eine bessere finanzielle Ausstattung. Auch die Eltern werden entlastet, denn künftig sind die beiden letzten Kita-Jahre beitragsfrei. Bislang war es nur das letzte Jahr.


Quelle: Livestream einer Pressekonferenz des Landes NRW mit Dr. Joachim Stamp





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Autor_in:
Jan Eckhoff ist verantwortlicher Redakteur von wehringhausen.org und arbeitet auch sonst mit Texten, Bildern und Internetseiten. Er lebt schon fast sein gesamtes Leben in Wehringhausen.